Aktuelles

 

 

 

PHILOSOPHISCHE GRUPPE  in ST. PÖLTEN

JUBILÄUMSTREFFEN

 

zum Thema

 

SICH SELBST DAS LEBEN NEHMEN?

 

Donnerstag 26. NOVEMBER 2026   17:00 – 21:00

Philosophische Praxis, St. Pölten, Ranzonigasse 5

 

Wie immer, gibt es in der Halbzeit ein köstliches Buffet mit frischen Schmankerln vom Markt!

 
 

Es ist unglaublich aber wahr. Am 26. November werden wir uns zum 50. Mal im Rahmen der Philosophischen Gruppe in St. Pölten treffen. Also ein rundes Jubiläum: fünfzig Bücher, fünfzig Themen, fünfzig Filme werden wir dann durchgearbeitet und intensiv in 200 Stunden diskutiert haben.

Ein Grund zu feiern!

 

Sehr herzlich laden wir Sie/Euch dazu ein!

 

Die Lektüre der Texte und den Film gesehen zu haben wird nicht vorausgesetzt. Sie können einfach nur so, unvorbereitet, kommen.

 

Empfohlener Text 1: Thomas Macho, Das Leben nehmen, Suizid in der Moderne, Suhrkamp 2018.

Empfohlener Text 2: Lukas Bärfuss, Koala, btb 2016.

Empfohlener Film: Hal Ashby, Harold and Maude, USA 1971.

 

Suizid – Selbstmord – Freitod, allein schon bei der Wortwahl sehen wir, wie stark sich bei dem Thema „Selbsttötung“ die Geister scheiden. Albert Camus hat in seinem Text Der Mythos des Sisyphos einst behauptet, dass der Suizid das einzige wirklich relevante philosophische Thema sei. Ob dem so ist, lassen wir einmal dahingestellt.   

Ein wichtiges ist es allemal, jedenfalls würdig als Gesprächsthema für unser Jubiläumstreffen. Allein die demographische Entwicklung, die dahin geht, dass immer mehr alte Menschen mit immer weniger jungen Menschen zusammenleben werden, hat die Sichtweisen hinsichtlich der Selbsttötung verändert.

 

Was die Texte anbelangt, so gebe ich diesmal ausnahmsweise zwei Empfehlungen, ein Sachbuch und einen Roman. Wie immer besteht zur Teilnahme natürlich keine Lesepflicht, auch der Film wird für die Teilnahme nicht vorausgesetzt. Man kann auch einfach so kommen, einfach nur zuhören oder auch mitdiskutieren.

 

Der Philosoph Thomas Macho hat mit seinem Buch Das Leben nehmen eine sehr umfangreiche diskursanalytische Untersuchung zum Thema Suizid in der Moderne vorgelegt. Er untersucht dabei, wie sich in der Moderne der Diskurs zum Thema „Selbsttötung“ radikal gewandelt hat. Der Diskurs hat sich hier so enorm verändert, dass er sich in sein Gegenteil verkehrt hat. Während früher, in der Vormoderne (im Christentum jedenfalls – nicht in der griechisch-römischen Antike), die Selbsttötung weithin als eine Abnormität und ein schweres ethisches Vergehen angesehen wurde, so wird diese in unserer Zeit, und unter veränderten Bedingungen, immer mehr auch als eine vernünftige Möglichkeit in Betracht gezogen. Walter Benjamin kam sogar dahin, den Selbstmord überhaupt als die Quintessenz der Moderne zu bezeichnen.

 

Als zweiten Text – für die, die einen Roman bevorzugen – empfehle ich den Roman Koala des Schweizer Schriftstellers, Dramatikers, Regisseurs und Büchner-Preisträgers Lukas Bärfuss. Dieser (für einen Roman) kurze Text fokussiert vor allem auf den Schmerz und die vielen unabschließbaren Fragen, mit der sich die Hinterbliebenen konfrontiert sehen. Diese Thematik wird anhand der Erfahrung des Autors ins Licht gerückt, der sich in diesem Roman mit dem Suizid seines Bruders, dem Leben des Koala und der Kolonialisierung Australiens auseinandersetzt.

 

Im Film Harold and Maude geht es um die Freundschaft und Liebe zwischen einer quicklebendigen Frau in fortgeschrittenem Alter und einem Jugendlichen, die sich beide intensiv, kreativ und zugespitzt mit den Themen „Sterben“ und „Leben“ auseinandersetzen. Die Frau ist fest entschlossen, ihrem Leben, noch im Vollbesitz ihrer geistigen und körperlichen Kräfte, selbstbestimmt ein Ende zu setzen.

 

Anmeldung: mit einer formlosen Antwort auf diese Nachricht mit „Ja, ich komme“ per E-Mail oder Textmessage via SMS, WHATSAPP, SIGNAL, TELEGRAM

 

 

 

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DIE KUNST DER WIEDERHOLUNG

 

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